Chaos im Mund: Raucher laden gefährliche Bakterien ein

Noch einen guten Grund, so schnell wie möglich mit dem Rauchen aufzuhören, hat jetzt Purnima Kumar, Assistenz-Professorin für Parodontologie an der Ohio State University in den USA, gefunden. Im Mund eines Rauchers herrschten geradezu chaotische Zustände und gefährliche Bakterien würden eingeladen herein zu spazieren. Das natürliche Gleichgewicht des Biofilms im Mund werde durch das Rauchen empfindlich gestört, berichtet das englischsprachige Gesundheitsportal Medical Xpress.

Den Studien zufolge haben Raucher einen deutlich höheren Anteil an gefährlichen Bakterien im Mundraum, was oft zu Zahnfleischentzündungen und Parodontitis führe. Auch das Immunsystem von Rauchern sei belastet, weil es nicht nur gegen die gefährlichen Bakterien ankämpfe, sondern auch die gesunden als Bedrohung empfinde. Um bei Rauchern erfolgreiche Behandlungen durchzuführen, müssten Zahnärzte zudem weit reichendere Behandlungen durchführen. Wiederkehrende Probleme seien aber sehr wahrscheinlich.
Diese neuen Erkenntnisse haben noch eine weitere Dimension der Gefährdung. Es ist bekannt, dass Raucher ein deutlich höheres Risiko haben, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. Und auch chronische Zahnfleischentzündung und Parodontitis erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses. Raucher begeben sich somit in doppelte Gefahr.