Gefährliche Wechselwirkungen:
Diabetes und Parodontitis

Zahnfleischbluten und Zahnfleischrückgang sollten für jeden Menschen ein Alarmsignal sein. Für Diabetiker gilt diese Warnung aber noch einmal deutlich eindringlicher. An Parodontitis erkrankte Diabetiker haben im Vergleich zu Nicht-Parodontitis-Diabetikern eine über doppelt so hohe Sterberate aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Sterberate aufgrund von diabetischen Nierenerkrankungen war in einer Studie des Dresdner Klinikums bei Parodontitispatienten sogar über achtmal so hoch.

Parodontitis und Zahnfleischentzündungen wirken dreifach auf eine Diabetes ein. Die entzündlichen Prozesse fördern die Entstehung und das Fortschreiten der Diabetes. Zusätzlich wird durch eine chronische Zahnfleischentzündung oder Parodontitis die Regulierung des Blutzuckerspiegels mit Insulin deutlich komplizierter. Außerdem werden permanent Entzündungsstoffe in die Blutbahn abgegeben, die sich im ganzen Körper verteilen. Liegt eine Diabetes vor, steigt dann die Gefahr, Gefäßverschlüsse zu erleiden. Diese können dauerhaft Augen und Nieren schädigen und zusätzlich einen Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen.

Weil der Zahnarzt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Zuckerkranken spielt, bin ich derzeit im Auftrag des Deutschen Ärzte-Verlags bundesweit als Referent tätig und kläre zahnärztliche Kollegen über die Wechselwirkungen sowie neue Methoden zur Früherkennung und Behandlung von Parodontitis und Zahnfleischentzündungen auf.

Umgekehrt empfehle ich Diabetikern eine regelmäßige Kontrolle beim spezialisierten Zahnarzt. In unserer Praxis setzen wir dazu einen Schnelltest ein, den aMMP-8 Test. Mit diesem können wir Parodontitis und Zahnfleischentzündungen zuverlässig und absolut schmerzfrei diagnostizieren. Der aMMP-8 Test spürt den gleichnamigen Entzündungsstoff auf, so dass Entzündungen frühzeitig lokalisiert werden können. Im Anschluss folgt eine genauso schmerzfreie und sanfte Therapie, um den Organismus nicht zu belasten. Wo früher operiert werden musste, genügt heute die sanfte, aber umso effektivere. photodynamische Therapie.

Bei dieser Therapieform kommt sanftes Laserlicht zum Einsatz, das in Kombination mit einer speziellen Flüssigkeit sogar antibiotikaresistente Bakterien abtötet. Dadurch sind wir heute in der Lage in neun von zehn Fällen auf die Gabe von Antibiotika zu verzichten. Auch das kommt Diabetikern zu Gute, die so von operativen Eingriffen verschont werden und auch auf die Einnahme von Antibiotika verzichten können.

Mehr Informationen unter http://www.john-chanteaux.de/diabetes