Zahnfleischentzündungen können sich auf den ganzen Körper negativ auswirken

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Am letzten Freitag hat die Bildzeitung eine Problematik ausgiebig behandelt, auf die ich – ob nun in meiner Praxis oder hier im Blog – immer wieder eindringlich hinweise: Parodontitis sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden!

Zahnfleischentzündung ist keine Krankheit, die auf den Mundraum begrenzt wirkt, sondern sich im gesamten Körper negativ bemerkbar machen kann. Risikopatienten, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes leiden, können davon genauso betroffen sein, wie Schwangere und Träger von Hüft- oder Kniegelenksprothesen.

Die gute Nachricht dabei: Gegen Parodontitis hilft heute unsere sanfte photodynamische Therapie. Sie wirkt ganz ohne Schmerzen und Antibiotika. Kein Vergleich mit der aufwändigen Behandlung, die bislang notwendig war. kann heute in den allermeisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Im Idealfall wird die Krankheit früh diagnostiziert – denn dann ist der Schaden am Knochen geringer und die Behandlung leichter.

Eine frühe Diagnose heute ebenfalls problemlos möglich, denn mittlerweile stehen zuverlässige Schnelltests zur Verfügung, die sofort Klarheit darüber verschaffen, ob ein Patient von einer Zahnfleischentzündung betroffen ist.

Darüber hinaus gibt es diesen effektiven Mund-Gesundheits-Test jetzt auch für zu Hause. PerioSafe ist in den Apotheken erhältlich und lässt sich ähnlich einfach anwenden wie ein handelsüblicher Schwangerschaftstest. Gut für alle, deren Zahnarzt diese Diagnose noch nicht anbietet. Bei uns ist der PerioSafe-Test bereits seit vier Jahren Standard.

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Parodontal-Schnelltest – die problemlose Möglichkeit, sofort Gewissheit zu erlangen

Bei meinen Patienten-Vorträgen weise ich regelmäßig darauf hin, wie wichtig die frühzeitige Diagnose einer Zahnfleischentzündung ist, weil sie sich auf das gesamte Wohlbefinden negativ auswirken und bei Erkrankungen wie z.B. Diabetes zu gravierenden Nebenwirkungen führen kann. Dieser Hinweis ist doppelt angebracht, da eine Parodontitis über viele Jahre unauffällig verlaufen kann, bis sich die Symptome schmerzhaft bemerkbar machen.

Das Interesse an diesen Zusammenhängen ist naturgemäß groß, wobei ich stets den Eindruck habe, dass viele Patienten die Problematik nicht unbedingt auf sich selbst beziehen. Bei meinem letzten Vortrag habe ich deshalb einen Parodontal-Schnelltest angeboten, der binnen kürzester Zeit – und ohne großen Aufwand – eine erste Diagnose ermöglicht.

Der Schnelltest funktioniert ein bisschen wie bei der heimischen Schwangerschafts-Diagnose. Der Patient nimmt einen Schluck destilliertes Wasser und umspült seinen Mundraum. Nach dem Ausspucken werden mit einer Pipette drei Tropfen der entstandenen Lösung auf einen Teststreifen gegeben – und falls eine Zahnfleischentzündung besteht, hat der Patient jetzt die Gewissheit, dass ein Besuch beim Zahnarzt zwecks genauerem Befund dringend notwendig ist.

Meine Zuhörer haben von der angebotenen Möglichkeit regen Gebrauch gemacht. Auch bei diesem kleinen „Testlauf“ wurde bestätigt, dass Parodontitis eine echte Volkskrankheit ist (knapp 75% aller Bundesbürger leiden darunter) und dass es Faktoren gibt, die eine Erkrankung noch begünstigen: Raucher sind besonders gefährdet, ebenso Diabetiker oder Menschen, die unter einem schlecht sitzenden Zahnersatz leiden.

Vorträge für zahnärztliche Kollegen zu moderner Diagnose und Therapie von Parodontitis und Zahnfleischentzündungen

Ein neues Kapitel im Kampf gegen Parodontitis und Zahnfleischentzündungen haben wir in unserer Praxis bereits mit Einführung der photodynamischen Therapie aufgeschlagen. Jetzt verstärken wir unsere Anstrengungen im Bereich der Aufklärung über die gefährlichen Folgen der entzündlichen Prozesse im Mundraum und schulen die zahnärztlichen Kollegen in ganz Deutschland.

Ich freue mich sehr, im Auftrag des Deutschen Ärzte-Verlags unter anderem in Stuttgart und München meinen Kollegen die Methoden für Früherkennung und Behandlung von Parodontitis und Zahnfleischentzündungen erklären zu dürfen. Im Mittelpunkt wird dabei zum Beispiel der aMMP-8 Test stehen, den wir als eine der ersten Praxen bundesweit eingeführt haben, um entzündliche Prozesse schon im Frühstadium lokalisieren zu können. Bei der Behandlung werde ich dann über die Erfolge der photodynamischen Therapie berichten, bei der wir mit sanftem Laserlicht und einer speziellen Flüssigkeit sogar antibiotikaresistente Bakterien beseitigen.

Weitere Informationen unter www.john-chanteaux.de