Was ist Periimplantitis? Implantatschutz mit sanfter Laser-Therapie

Trotz größter Sorgfalt und individuellen Sicherheitskonzepten treten auch bei Implantaten gelegentlich Probleme auf. Bei der sogenannten Periimplantitis führen Bakterien zu einer Entzündung der Mundschleimhaut rund um das Implantat. Auch der Kieferknochen kann in Mitleidenschaft gezogen werden.

Unbehandelt führt dies unweigerlich zum Verlust des Implantates. Schon bisher setzen wir auf umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen bei Implantaten. So prüfen wir zum Beispiel mit dem schmerzfreien aMMP8-Test, ob bereits Entzündungen vorliegen und beseitigen diese im Vorfeld.
Der Grund liegt auf der Hand: Die gleichen Erregerkomplexe wie bei Zahnfleischentzündungen und Parodontitis treten auch bei einer Periim¬plantitis auf. Bei der Therapie setzen wir so daher auf das gleiche Verfahren. Mit einem sanften Laser und einer speziellen Flüssigkeit werden Bakterien und Entzündungsstoffe restlos und schmerzfrei beseitigt.
Wichtiger Vorteil dieser Methode: Unser sanfter Laser belässt die Oberfläche der Implantate glatt, während ein „Abkratzen“ der Bakterien in empfindliche Oberfläche aufrauen würde.
Bei dieser photodynamischen Therapie (Link: auf den entsprechenden Blog-Artikel) werden sogar antibiotikaresistente Bakterien abgetötet. Auf diesem Weg haben wir bereits viele Patienten vor einem Implantatverlust bewahren können – natürlich auch wenn wir die Implantate nicht selbst eingesetzt haben.

Besondere zahnärztliche Massnahmen bei Herzerkrankungen und resistenten Keimen

Wer unter einem Herzklappenfehler leidet oder gar bereits eine entsprechende Operation hinter sich hat, muss Entzündungen rasch und gezielt bekämpfen. Das hat der renommierte Kardiologe Professor Dietrich Baumgart jüngst in einem Zeitungsbeitrag in der NRZ ausdrücklich bestätigt. Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass Professor Baumgart ausdrücklich auch die Zahnmedizin erwähnt hat. Vielen ärztlichen Kollegen ist der Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und allgemeinem Gesundheitszustand nämlich leider immer noch fremd.

Bei jeder zahnmedizinischen Behandlung, bei der das Zahnfleisch verletzt wird, sollte laut Professor Baumgart begleitend ein Antibiotikum gegeben werden. Entzündungsstoffe und Bakterien aus dem Mundraum können anderenfalls bis zum Herzen wandern und dort vor allem bei Patienten mit Herzklappenproblemen erhebliche Schäden verursachen. Leider werden auch wir Zahnärzte immer häufiger mit Antibiotika-Resistenzen konfrontiert. Kommt beides – Herzklappenprobleme und Resistenz – zusammen, kann es für den Patienten gefährlich werden.
Ich habe mich deshalb frühzeitig auf die Suche nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten begeben, mit denen Bakterien – auch resistente – sicher und zuverlässig abgetötet werden können. Mittlerweile kommt das Verfahren bei uns zum Einsatz. Mit sanftem Laserlicht und dem Einsatz einer Spezialflüssigkeit werden bei der photodynamischen Therapie sämtliche Bakterien beseitigt, bevor sie im Körper weiteren Schaden anrichten können.
Weiterer Vorteil: Die Methode ist völlig schmerzfrei und kommt zum Beispiel bei Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis zum Einsatz.