Sechsfach höheres Risiko für Alzheimer und Demenz durch Parodontitis

Neueste Forschungen bringen Parodontitis mit weiteren Erkrankungen in Zusammenhang. Nach Herzinfarkt, Schlaganfall, Fehlgeburten, Rheuma und Diabetes haben die Wissenschaftler jetzt demenzielle Erkrankungen wie Alzheimer ins Visier genommen. Und kommen zu dem Schluss: Eine Parodontitis begünstigt diese schweren Störungen im Gehirn.
„Eine Parodontitis erhöht bei älteren Menschen deutlich das Demenzrisiko. Eine sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Zahnarzt sind demnach für Senioren ganz besonders wichtig“, fasst die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein zusammen. Dabei beziehen sich die Autoren auf die Forschungsergebnisse US-amerikanischer und dänischer Wissenschaftler. Sie bewerten das Risiko für die Abnahme der Gehirnleistung durch Parodontitis als sechsfach höher.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen Kollegen aus Japan in einer gerade veröffentlichten Studie. Ein schlechter Zustand der Zähne erhöhe demnach das Risiko für Demenz. Darüber hinaus fanden die Forscher heraus, dass Patienten mit nur noch wenigen Zähnen, die keinen Zahnersatz nutzen ebenfalls häufiger unter Demenz litten. Vermutet wird nun, dass es durch die nicht ausreichende Funktion der Zähne zu einer verschlechterten Ernährung komme. Dies begünstige demenzielle Erkrankungen ebenfalls.