Zahnprothesen mit MRSA Keimen verseucht

Im Journal der American Dental Association (ADA) wurde erstmals berichtet, dass MRSA Keime auf Zahnprothesen hartnäckiger, als bisher vermutet, sitzen. Wir wissen, dass diese Keime, wenn sie in die Blutbahn geraten, z.T. lebensgefährliche Erkrankungen auslösen können. Zum Beispiel ist eine schmerzhafte, aufgescheuerte Druckstelle einer Prothese eine solche mögliche Eintrittsstelle. Es ist deshalb wichtig, die Prothese z.B. 10 Minuten pro Tag in einer desinfizierenden Lösung, wie Chlorhexidin zu reinigen.

Selbst wenn Bakterien nicht direkt in die Blutbahn gelangen, ist der Zusammenhang zwischen Mundbakterien, z.B. durch Parodontose und allgemeinen Erkrankungen wie Diabetes, koronare Herzerkrankung, oder Frühgeburten seit langem bekannt. Diese Bakterien werden auch durch Küssen problemlos übertragen.

Es ist deshalb wichtig, eine gut sitzende Prothese zu haben, oder besser noch ganz auf so etwas zu verzichten und an Zahnimplantate zur stabilen Verankerung der „Dritten“ zu denken.

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