Kein Krebs dank optimaler Mundhygiene? Schützt Zahnpflege vor Krebs?

Young male dentist holding an x-ray, shallow depth of field - focus on x-ray

Diabetes, rheumatoide Arthritis, Prostataleiden: Dies sind nur wenige Krankheiten, die durch orale Erkrankungen, wie beispielsweise Parodontitis, begünstigt werden können. Wissenschaftler der New York University behaupteten jetzt sogar, dass eine optimale Mundhygiene vor Bauchspeicheldrüsenkrebs schützen kann.
Sie führten eine Studie durch, an der 732 Personen teilnahmen. Darin kamen sie zu dem Ergebnis, dass zwei Bakterienarten in der Mundhöhle das Risiko erhöhen könnten, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.

Die Bakterienarten Aggregatibacter actinomycetemcomitans und Porphyromonas gingivalis könnten demnach für das um 60 % erhöhte Krebsrisiko verantwortlich sein. Sollte sich dieses Ergebnis in weiteren Studien bestätigen, wäre dies sensationell – um einerseits der heimtückischen Krebsart besser vorzubeugen, anderseits auch, um den Zusammenhang zwischen verschiedenen den Erkrankungen nachzuweisen.

Ein Fall fürs Fernsehen: WDR filmt sanfte Laser-Therapie gegen Zahnfleischrückgang

„Komm’ ich jetzt ins Fernsehen?“ fragten mich meine Mitarbeiterinnen. „Ja“, konnte ich ihnen antworten, „vielleicht wird jemand entdeckt.“ Doch Scherz beiseite.

Der WDR war wegen eines Themas in unserer Praxis zu Gast, das mir sehr am Herzen liegt: der Kampf gegen die Parodontitis.

Seit einigen Monaten setzen wir ja die Photodynamische Therapie zur Behandlung von Zahnfleischrückgang (Parodontitis) ein. Die schmerzfreie und sanfte Therapie mit einem speziellen Laser stand auch schon im Mittelpunkt mehrerer Vorträge, die sich unglaublich großer Resonanz erfreuten. Das hat sich wohl bis zum WDR herumgesprochen, der bald über die Photodynamische Therapie berichten wird.

Eines der Anzeichen für eine Parodontitis ist der Rückgang des Zahnfleisches. Viele Patienten scheuten die bisher oft unangenehme Behandlung. Dank der neuen sanften Lasertherapie gegen Parodontitis ist die Hemmschwelle gesunken.

Und es ist so wichtig eine Parodontitis behandeln zu lassen, weil die Folgen von Herzinfarkt, Schlaganfall über Fehlgeburten bis zur Entstehung von Krebs reichen können.

Mehr Infos auf unserer Praxis-Webseite: www.john-chanteaux.de

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Zahnfleischentzündung begünstigt Entstehung von Krebs im Mundraum

Bildquelle: diseaseaday.com

Eine neue Studie der US-amerikanischen Universität Buffalo im Staat New York zeigt das große Gefahrenpotenzial von Zahnfleischentzündungen (Parodontitis).
Dort hatte Studienleiterin Mine Tezal, Assistenz-Professorin für orale Biologie in der Abteilung für Zahnmedizin den Zusammenhang von Zahnfleischentzündungen und Parodontitis sowie dem Auftreten von Tumoren im Mund- und Rachenraum untersucht (oropharyngeale Karzinome). Im Mittelpunkt standen dabei solche Tumore, die von sogenannten HPV-Viren ausgelöst werden.

Prominentester Kranker ist Michael Douglas, der bekannte US-Schauspieler.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass Patienten mit HPV-positiven Tumoren deutlich häufiger unter Parodontitis und chronischen Zahnfleischentzündungen litten. Der Zusammenhang zwischen einem schlechten Gesundheitszustand der Zähne und Krebs sei laut Mine Tezal schon angenommen worden, aber bisher nicht genau untersucht worden. In einem nächsten Schritt soll nun analysiert werden, wie eine erfolgreiche Behandlung von Parodontitis und (Zahnfleisch-)Entzündungen im Mundraum die Entstehung von Krebs verhindert oder dessen Behandlung erleichtert.

Krebs im Mund- und Rachenraum ist eine heimtückische Erkrankung, weil erst spät Beschwerden und Schmerzen auftreten. Ähnlich wie bei einer Parodontitis wird diese Erkrankung selten frühzeitig erkannt. Die Folge eines solchen Tumors sind häufig aufwändige Operationen, bei denen das betroffene Gebiet großflächig entfernt werden muss. Ich bin deshalb sehr froh, dass permanent an den Zusammenhängen von Zahnfleischentzündung, Parodontitis und allgemeiner Gesundheit geforscht wird. Die Risiken von Parodontitis und chronischen Zahnfleischentzündungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und Fehlgeburten habe ich an dieser Stelle ja bereits mehrfach erwähnt.