Endlich mit einem Tabu-Thema aufräumen

Mundgeruch ist nichts, weswegen man sich schämen muss. Er kann unterschiedliche Gründe haben, die sich in der Regel schnell diagnostizieren und gezielt behandeln lassen. Das konnten wir erst neulich einem TV-Team des WDR in unseren Räumlichkeiten praxisnah demonstrieren.

Da es den betroffenen Patienten immer noch peinlich ist über ihr Problem öffentlich zu sprechen, mussten wir im Vorfeld sogar eine Anzeige schalten, um einen Probanden zu finden, der keine Scheu vor der Kamera hatte. Der daraus resultierende Beitrag ist jetzt in der Mediathek abrufbar (einfach auf den untenstehenden Link klicken).

Wir bedanken uns für das Medieninteresse und die Mitwirkung unseres Beispiel-Patienten, der keine Probleme damit hatte, über seine Symptome öffentlich zu sprechen – und der somit dazu beigetragen hat, die Mundgeruch-Therapie anschaulich darzustellen und dadurch eventuelle Vorbehalte abzubauen.

Zum WDR-Beitrag

So macht Mundgeruch krank

Mundgeruch ist nicht nur Gift fürs Miteinander. Denn neuere Studien zeigen auf, dass der ganze Körper unter den entstehenden Schwefelverbindungen leidet.

Ausführlich berichtet die Neue Zürcher Zeitung über deutsche und griechische Forschungen. Demnach hängen Zahnfleischentzündung und eine bakterielle Entzündung des Zahnbetts (Parodontitis) eng mit Mundgeruch (wissenschaftlich Halitosis) zusammen.
So zeigten griechische Zahnärzte kürzlich, dass bei Patienten mit Mundgeruch deutlich mehr Porphyromonas-gingivalis-Bakterien auf dem Zungenrücken wachsen als bei Gesunden. Die Halitosis-Patienten hatten dabei zudem ein etwa zehnmal höheres Risiko für eine Parodontitis und ein rund fünfmal höheres Risiko für eine Zahnfleischentzündung.

Offenbar riechen einige dieser flüchtigen Schwefelverbindungen nicht nur abstoßend, sondern sind auch toxisch für die Zellen der Mundschleimhaut. Dadurch werden im Zellkern Prozesse in Gang gesetzt, die letztlich zum Zelltod (Apoptose) führen. Das Absterben gesunder Schleimhautzellen erklärt möglicherweise, warum bei Patienten mit Halitosis der Zahnhalteapparat, das Parodontium, häufig in Mitleidenschaft gezogen wird. Gegen diesen Todeskampf der Schleimhaut-Zellen können Mundwässerchen und Sprays überhaupt nichts ausrichten.

Für mich sind die Erkenntnisse eine erneute Bestätigung, unsere Düsseldorfer Mundgeruch-Sprechstunde eng mit der Parodontitis-Therapie zu verbinden. Tatsächlich sehen wir bei etwa der Hälfte unserer Mundgeruch-Patienten, dass sich eine Zahnfleischentzündung abzeichnet oder schon besteht.

Weitere Informationen unter www.mundgeruch-therapie-duesseldorf.de