Stammzellenforschung: Bei Alligatoren schließt sich die Lücke

AligatorzähneBei einem Großteil aller Wirbeltiere wachsen Zähne, die sich abgenutzt haben oder ausgefallen sind, einfach nach. Aus eigener Erfahrung wissen wir: Bei uns Menschen ist das leider anders – nach dem Milchgebiss haben wir nur noch ein (ver-)bleibendes Gebiss, das wir hegen und pflegen müssen.

In der Keck School of Medicine der Universität von Southern California hat man sich gefragt, warum das eigentlich so ist – und ob wir das überhaupt als gegeben hinnehmen müssen. „Wir wollen endlich die Stammzellen lokalisieren, die es uns vielleicht ermöglichen, beim Menschen nachwachsende Zähne zu stimulieren“, sagt Professor Cheng-Ming Chuong über die Ziele der Wissenschaftler. „Dazu müssen wir jedoch zuerst einmal herausfinden, warum das bei vielen Wirbeltieren der Fall ist, bei uns jedoch nicht.“

Ausgerechnet bei Alligatoren fanden die Forscher ideale Voraussetzungen dafür: „Alligatoren verfügen über 80 Zähne, die sich im Laufe ihres Lebens über fünfzig Mal erneuern können“, erklärt ein weiteres Mitglied des Teams, Professor Ping Wu dazu. „Das macht diese Tiere zu einer hervorragenden Vergleichsgruppe, was die Zahnbildung bei uns angeht.“

Mehr zu der erstaunlichen Studie in englischer Sprache: hier.

Krönender Abschluss unserer großen Test-Aktion auf versteckte Parodontitis

Bei meinem letzten Patientenvortrag im Leonardo Royal Hotel konnte ich 30 interessierte Gäste über die gefährlichen Wechselwirkungen zwischen einer unentdeckten Zahnfleischentzündung und anderen Erkrankungen des Körpers in Kenntnis setzen. Alle Anwesenden konnten (und wollten) sich spontan und vor Ort ebenfalls auf Entzündungsstoffe hin testen lassen.

Unser Ergebnis: Über 50 % der getesteten Personen waren tatsächlich von einer Zahnfleischentzündung betroffen.

Das entspricht exakt dem Resultat, das wir im Rahmen unserer Aktion „Krankmacher Mund“ erzielten, in der wir – im Rahmen der EDISA-Studie – genau 300 kostenlose Schnelltests durchführten und auswerteten. Auch hier litt knapp die Hälfte der Testpersonen unter einer bisher unbemerkten Parodontitis.

Die gute Nachricht ist hierbei allerdings, dass nur aus der sicheren Diagnose eine gezielte Behandlung erfolgen kann. Und diese verläuft heute nicht nur sanft und völlig undramatisch, sondern auch sehr erfolgreich mit punktgenauem Laserlicht.

Mehr zum Thema „Sichere Diagnose und sanfte Therapie“ finden Sie auf meiner Hompage: www.john-chanteaux.de

Parodontologie – angehende Fachzahnärzte auf den neuesten Stand bringen …

Typisch Bayrisch - ZahnmedizinAm 11. und 12. Oktober bin ich das nächste Mal in München beim Kompakt-Curriculum Parodontologie. Als Dozent übernehme ich dort die ersten beiden Tage eines Intensivkurses an der Europäischen Akademie für zahnärztliche Fort- und Weiterbildung.

Auch wenn viele Praxen dem Bereich der Parodontologie in letzter Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit widmen, als noch vor einigen Jahren üblich, erfolgt bei hartnäckigen Zahnfleischerkrankungen zumeist die Überweisung an einen besonders spezialisierten Fachzahnarzt – so wie auch ich immer wieder Überweisungen in meine Düsseldorfer Praxis erhalte, wenn die Parodontitis mit gängigen Behandlungsverfahren nicht „in den Griff“ zu bekommen ist.

Ich möchte dazu beitragen, meine Kollegen mit den neuesten Erkenntnissen auf diesem Gebiet vertraut zu machen. Von der Diagnostik über das Instrumentarium der Erhaltungstherapie; von der Parodontose im Alter bis zur generellen Reevaluation und dem Abschlussbefund – die beiden Tage versprechen, ungemein spannend zu werden.

Und abgelenkt werden wir auch nicht mehr … das Oktoberfest hat ja bereits seine Pforten geschlossen.

Parodontitis – die Wechselwirkungen auf den Körper sind äußerst bedrohlich…

Akademie NuernbergIch freue mich immer, wenn ich mein Wissen mit interessierten Kollegen teilen kann, besonders, wenn es dabei um ein Thema geht, das mir besonders am Herzen liegt. Deshalb ist mir meine Dozenten-Tätigkeit – u.a. bei der Europäischen Akademie für zahnärztliche Fort- und Weiterbildung – außerordentlich wichtig.

Am 27. und 28. September darf ich in Nürnberg und München meinen Beitrag zum aktuellen Kompaktkurs Parodontologie leisten. Gemeinsam mit meinen Fachkollegen werde ich mich um ein besseres Verständnis der neuesten Konzepte bemühen und die notwendigen Hintergründe dazu ausführlich darstellen. Mein Schwerpunkt dabei: die problembezogene Anwendung parodontologischer Techniken.

Außerdem werde ich in meinem Kurs anhand von Langzeitergebnissen die unterschiedlichen Verfahren kritisch bewerten, um die spätere Auswahl der optimalen Therapie-Methode durch die teilnehmenden Zahnärzte zu unterstützen.

Die Gefahren einer unbemerkten Zahnfleischentzündung mögen bedrohlich erscheinen, aber Diagnose und Behandlung stellen mit den modernen Möglichkeiten der Zahnmedizin heutzutage kein Problem mehr dar.