Krönender Abschluss unserer großen Test-Aktion auf versteckte Parodontitis

Bei meinem letzten Patientenvortrag im Leonardo Royal Hotel konnte ich 30 interessierte Gäste über die gefährlichen Wechselwirkungen zwischen einer unentdeckten Zahnfleischentzündung und anderen Erkrankungen des Körpers in Kenntnis setzen. Alle Anwesenden konnten (und wollten) sich spontan und vor Ort ebenfalls auf Entzündungsstoffe hin testen lassen.

Unser Ergebnis: Über 50 % der getesteten Personen waren tatsächlich von einer Zahnfleischentzündung betroffen.

Das entspricht exakt dem Resultat, das wir im Rahmen unserer Aktion „Krankmacher Mund“ erzielten, in der wir – im Rahmen der EDISA-Studie – genau 300 kostenlose Schnelltests durchführten und auswerteten. Auch hier litt knapp die Hälfte der Testpersonen unter einer bisher unbemerkten Parodontitis.

Die gute Nachricht ist hierbei allerdings, dass nur aus der sicheren Diagnose eine gezielte Behandlung erfolgen kann. Und diese verläuft heute nicht nur sanft und völlig undramatisch, sondern auch sehr erfolgreich mit punktgenauem Laserlicht.

Mehr zum Thema „Sichere Diagnose und sanfte Therapie“ finden Sie auf meiner Hompage: www.john-chanteaux.de

Zahnfleischentzündungen können sich auf den ganzen Körper negativ auswirken

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Am letzten Freitag hat die Bildzeitung eine Problematik ausgiebig behandelt, auf die ich – ob nun in meiner Praxis oder hier im Blog – immer wieder eindringlich hinweise: Parodontitis sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden!

Zahnfleischentzündung ist keine Krankheit, die auf den Mundraum begrenzt wirkt, sondern sich im gesamten Körper negativ bemerkbar machen kann. Risikopatienten, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes leiden, können davon genauso betroffen sein, wie Schwangere und Träger von Hüft- oder Kniegelenksprothesen.

Die gute Nachricht dabei: Gegen Parodontitis hilft heute unsere sanfte photodynamische Therapie. Sie wirkt ganz ohne Schmerzen und Antibiotika. Kein Vergleich mit der aufwändigen Behandlung, die bislang notwendig war. kann heute in den allermeisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Im Idealfall wird die Krankheit früh diagnostiziert – denn dann ist der Schaden am Knochen geringer und die Behandlung leichter.

Eine frühe Diagnose heute ebenfalls problemlos möglich, denn mittlerweile stehen zuverlässige Schnelltests zur Verfügung, die sofort Klarheit darüber verschaffen, ob ein Patient von einer Zahnfleischentzündung betroffen ist.

Darüber hinaus gibt es diesen effektiven Mund-Gesundheits-Test jetzt auch für zu Hause. PerioSafe ist in den Apotheken erhältlich und lässt sich ähnlich einfach anwenden wie ein handelsüblicher Schwangerschaftstest. Gut für alle, deren Zahnarzt diese Diagnose noch nicht anbietet. Bei uns ist der PerioSafe-Test bereits seit vier Jahren Standard.

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Neueste Forschungsergebnisse erhöhen die Verträglichkeit von Implantaten erheblich

neue Implantatbeschichtung verbessert Heilung nach OPÄltere Menschen generell, aber auch Risikopatienten, die an Osteoporose oder Diabetes leiden, hatten bisher oft das Problem, dass Implantate bei ihnen nicht optimal einheilen konnten und deshalb als Therapieform von vornherein ausgeschlossen wurden. Aber auch der Normalpatient musste sich 6 bis 12 Wochen gedulden, bis ein Implantat die notwendige Belastbarkeit erlangte, um den Zahnersatz zuverlässig zu tragen.

Spanische Wissenschaftler haben jetzt eine spezielle Beschichtung entwickelt,.die biologisch abbaubar ist und sich nach dem Einsetzen des Implantats im Kiefer langsam auflöst. Dabei gibt sie Silikonbestandteile und bioaktive Moleküle in den Kiefer ab, die den Vorgang der Einheilung erheblich beschleunigen. Was wiederum zur Folge hat, dass der Patient schneller weiterbehandelt werden kann und sein gewohntes Leben viel früher aufnehmen kann, als das bisher der Fall gewesen ist.

Die neuen Implantate stellen somit auch für die oben erwähnten Risikopatienten eine Chance dar, die Vorteile eines dauerhaften Zahnersatzes für sich zu nutzen. Ein großer Fortschritt, denn Zahnlücken können zu Fehlstellungen des Kiefers führen und ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Eine stabile Prothese hingegen sorgt dafür, dass Ober- und Unterkiefer gleichmäßig belastet werden und diese Probleme gar nicht erst auftreten.

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Endlich mit einem Tabu-Thema aufräumen

Mundgeruch ist nichts, weswegen man sich schämen muss. Er kann unterschiedliche Gründe haben, die sich in der Regel schnell diagnostizieren und gezielt behandeln lassen. Das konnten wir erst neulich einem TV-Team des WDR in unseren Räumlichkeiten praxisnah demonstrieren.

Da es den betroffenen Patienten immer noch peinlich ist über ihr Problem öffentlich zu sprechen, mussten wir im Vorfeld sogar eine Anzeige schalten, um einen Probanden zu finden, der keine Scheu vor der Kamera hatte. Der daraus resultierende Beitrag ist jetzt in der Mediathek abrufbar (einfach auf den untenstehenden Link klicken).

Wir bedanken uns für das Medieninteresse und die Mitwirkung unseres Beispiel-Patienten, der keine Probleme damit hatte, über seine Symptome öffentlich zu sprechen – und der somit dazu beigetragen hat, die Mundgeruch-Therapie anschaulich darzustellen und dadurch eventuelle Vorbehalte abzubauen.

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