Vortrag über Erfolge der Laser-Therapie bei Parodontitis

Deutsche Gesellschaft für Laser

Deutsche Gesellschaft für Laser

Die Photodynamische Therapie hat sich als probates Mittel zur Bekämpfung der Parodontitis erwiesen. So viel kann ich schon sagen, bevor ich heute Abend vor dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde in Leipzig ausführlich über meine Erfahrung mit dem sanften Laser berichten werde.
Die schmerzlose Therapie gegen Zahnfleischentzündungen und Parodontitis hat nämlich gleich mehrere Vorteile. Sie ist schmerzlos, was einerseits für die Patienten angenehm ist, aber auch dafür sorgt, dass sie früher zur nötigen Therapie kommen. Insgesamt wird durch die frühzeitige Therapie von Zahnfleischentzündungen und Parodontitis der allgemeine Gesundheitszustand verbessert.
Noch wichtiger ist aber wohl, dass in vielen Fällen auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet werden kann.
Bei neun von zehn Patienten mit Zahnfleischentzündung, Zahnfleischrückgang oder Parodontitis, die bisher ein Antibiotikum nehmen mussten, reicht nun die Behandlung mit dem sanften Laserlicht. Der Laser tötet in Kombination mit einer Spezial-Flüssigkeit aggressive und sogar antibiotikaresistente Bakterien vollständig ab. Die Gabe eines Antibiotikums bleibt damit wenigen, schweren Fällen vorbehalten.
Und das hat auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit einer ganzen Gesellschaft. Denn die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen lässt sich nur durch eine geringere Nutzung verhindern.

Ich bin guter Hoffnung, dass sich diese Einstellung weiter verbreiten wird, denn auch viele Medien nehmen dieses Thema mittlerweile ernst. Am Dienstag präsentiere ich im Rahmen einer Pressekonferenz meine Erfahrungen mit der Photodynamischen Therapie und die Neuigkeiten aus der Forschung. Diese werden beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde ein großes Thema sein.

Zahnfleischrückgang frühzeitig zu stoppen, verhindert ernste Folgen

Zahnfleischrückgang ist ein schleichender Prozess, der zunächst nahezu unbemerkt und schmerzfrei abläuft. Kommt es dann beim Zähneputzen zu Zahnfleischbluten oder Schmerzen beim Essen oder Trinken von Heißem und Kaltem, ist die Frühphase des Zahnfleischrückgangs bereits überschritten. Wer jetzt immer noch nicht handelt, riskiert den Verlust von Zähnen, Implantaten und seine gesamte Gesundheit.

 Über diese Risiken und unsere Behandlungsmöglichkeiten hat auch die WDR-Lokalzeit berichtet.

Schuld am Zahnfleischrückgang sind entzündliche Prozesse, hervorgerufen durch aggressive Bakterien. Werden die Entzündungen chronisch, kann sich eine Parodontitis entwickeln, die letztlich sogar den Kieferknochen angreift. Zusätzlich ist erwiesen, dass Parodontitis Auslöser sein kann für Herzinfarkt, Schlaganfall, Fehlgeburten und wohl sogar Krebs.

Zahnfleischrückgang ist deshalb ein Alarmsignal, dass Betroffene sehr ernst nehmen sollten. Ich versuche deshalb immer, meine Patienten umfassend über solche Zusammenhänge aufzuklären. Viele nutzen mittlerweile unseren Frühtest für Entzündungen, sodass es erst gar nicht zu einem Zahnfleischrückgang kommt. Ist der Zahnfleischrückgang aber schon fortgeschritten oder hat sich schon eine Parodontitis entwickelt, können wir dank der photodynamischen Therapie mit sanftem Laserlicht selbst aggressive antibiotikaresistente Bakterien erfolgreich und schmerzfrei bekämpfen. Mehr Informationen zum Zahnfleischrückgang und unseren Behandlungsmöglichkeiten 

Was ist Periimplantitis? Implantatschutz mit sanfter Laser-Therapie

Trotz größter Sorgfalt und individuellen Sicherheitskonzepten treten auch bei Implantaten gelegentlich Probleme auf. Bei der sogenannten Periimplantitis führen Bakterien zu einer Entzündung der Mundschleimhaut rund um das Implantat. Auch der Kieferknochen kann in Mitleidenschaft gezogen werden.

Unbehandelt führt dies unweigerlich zum Verlust des Implantates. Schon bisher setzen wir auf umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen bei Implantaten. So prüfen wir zum Beispiel mit dem schmerzfreien aMMP8-Test, ob bereits Entzündungen vorliegen und beseitigen diese im Vorfeld.
Der Grund liegt auf der Hand: Die gleichen Erregerkomplexe wie bei Zahnfleischentzündungen und Parodontitis treten auch bei einer Periim¬plantitis auf. Bei der Therapie setzen wir so daher auf das gleiche Verfahren. Mit einem sanften Laser und einer speziellen Flüssigkeit werden Bakterien und Entzündungsstoffe restlos und schmerzfrei beseitigt.
Wichtiger Vorteil dieser Methode: Unser sanfter Laser belässt die Oberfläche der Implantate glatt, während ein „Abkratzen“ der Bakterien in empfindliche Oberfläche aufrauen würde.
Bei dieser photodynamischen Therapie (Link: auf den entsprechenden Blog-Artikel) werden sogar antibiotikaresistente Bakterien abgetötet. Auf diesem Weg haben wir bereits viele Patienten vor einem Implantatverlust bewahren können – natürlich auch wenn wir die Implantate nicht selbst eingesetzt haben.