Zahnfleischentzündung begünstigt Entstehung von Krebs im Mundraum

Bildquelle: diseaseaday.com

Eine neue Studie der US-amerikanischen Universität Buffalo im Staat New York zeigt das große Gefahrenpotenzial von Zahnfleischentzündungen (Parodontitis).
Dort hatte Studienleiterin Mine Tezal, Assistenz-Professorin für orale Biologie in der Abteilung für Zahnmedizin den Zusammenhang von Zahnfleischentzündungen und Parodontitis sowie dem Auftreten von Tumoren im Mund- und Rachenraum untersucht (oropharyngeale Karzinome). Im Mittelpunkt standen dabei solche Tumore, die von sogenannten HPV-Viren ausgelöst werden.

Prominentester Kranker ist Michael Douglas, der bekannte US-Schauspieler.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass Patienten mit HPV-positiven Tumoren deutlich häufiger unter Parodontitis und chronischen Zahnfleischentzündungen litten. Der Zusammenhang zwischen einem schlechten Gesundheitszustand der Zähne und Krebs sei laut Mine Tezal schon angenommen worden, aber bisher nicht genau untersucht worden. In einem nächsten Schritt soll nun analysiert werden, wie eine erfolgreiche Behandlung von Parodontitis und (Zahnfleisch-)Entzündungen im Mundraum die Entstehung von Krebs verhindert oder dessen Behandlung erleichtert.

Krebs im Mund- und Rachenraum ist eine heimtückische Erkrankung, weil erst spät Beschwerden und Schmerzen auftreten. Ähnlich wie bei einer Parodontitis wird diese Erkrankung selten frühzeitig erkannt. Die Folge eines solchen Tumors sind häufig aufwändige Operationen, bei denen das betroffene Gebiet großflächig entfernt werden muss. Ich bin deshalb sehr froh, dass permanent an den Zusammenhängen von Zahnfleischentzündung, Parodontitis und allgemeiner Gesundheit geforscht wird. Die Risiken von Parodontitis und chronischen Zahnfleischentzündungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und Fehlgeburten habe ich an dieser Stelle ja bereits mehrfach erwähnt.