Vorträge für zahnärztliche Kollegen zu moderner Diagnose und Therapie von Parodontitis und Zahnfleischentzündungen

Ein neues Kapitel im Kampf gegen Parodontitis und Zahnfleischentzündungen haben wir in unserer Praxis bereits mit Einführung der photodynamischen Therapie aufgeschlagen. Jetzt verstärken wir unsere Anstrengungen im Bereich der Aufklärung über die gefährlichen Folgen der entzündlichen Prozesse im Mundraum und schulen die zahnärztlichen Kollegen in ganz Deutschland.

Ich freue mich sehr, im Auftrag des Deutschen Ärzte-Verlags unter anderem in Stuttgart und München meinen Kollegen die Methoden für Früherkennung und Behandlung von Parodontitis und Zahnfleischentzündungen erklären zu dürfen. Im Mittelpunkt wird dabei zum Beispiel der aMMP-8 Test stehen, den wir als eine der ersten Praxen bundesweit eingeführt haben, um entzündliche Prozesse schon im Frühstadium lokalisieren zu können. Bei der Behandlung werde ich dann über die Erfolge der photodynamischen Therapie berichten, bei der wir mit sanftem Laserlicht und einer speziellen Flüssigkeit sogar antibiotikaresistente Bakterien beseitigen.

Weitere Informationen unter www.john-chanteaux.de

Vortrag über Erfolge der Laser-Therapie bei Parodontitis

Deutsche Gesellschaft für Laser

Deutsche Gesellschaft für Laser

Die Photodynamische Therapie hat sich als probates Mittel zur Bekämpfung der Parodontitis erwiesen. So viel kann ich schon sagen, bevor ich heute Abend vor dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde in Leipzig ausführlich über meine Erfahrung mit dem sanften Laser berichten werde.
Die schmerzlose Therapie gegen Zahnfleischentzündungen und Parodontitis hat nämlich gleich mehrere Vorteile. Sie ist schmerzlos, was einerseits für die Patienten angenehm ist, aber auch dafür sorgt, dass sie früher zur nötigen Therapie kommen. Insgesamt wird durch die frühzeitige Therapie von Zahnfleischentzündungen und Parodontitis der allgemeine Gesundheitszustand verbessert.
Noch wichtiger ist aber wohl, dass in vielen Fällen auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet werden kann.
Bei neun von zehn Patienten mit Zahnfleischentzündung, Zahnfleischrückgang oder Parodontitis, die bisher ein Antibiotikum nehmen mussten, reicht nun die Behandlung mit dem sanften Laserlicht. Der Laser tötet in Kombination mit einer Spezial-Flüssigkeit aggressive und sogar antibiotikaresistente Bakterien vollständig ab. Die Gabe eines Antibiotikums bleibt damit wenigen, schweren Fällen vorbehalten.
Und das hat auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit einer ganzen Gesellschaft. Denn die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen lässt sich nur durch eine geringere Nutzung verhindern.

Ich bin guter Hoffnung, dass sich diese Einstellung weiter verbreiten wird, denn auch viele Medien nehmen dieses Thema mittlerweile ernst. Am Dienstag präsentiere ich im Rahmen einer Pressekonferenz meine Erfahrungen mit der Photodynamischen Therapie und die Neuigkeiten aus der Forschung. Diese werden beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde ein großes Thema sein.

Arthrose = Entzündung = Gefahr fürs Hirn

Eine Arthrose schadet offenbar auch anderen Organen – vor allem dem Gehirn. Beim europäischen Rheumatologen-Kongress schilderten Forscher der Pierre & Marie Curie University in Paris ihre Erkenntnisse: Sie sind auch für uns Zahnärzte spannend, besonders für mich an Parodontologen. Denn ähnlich wie eine Parodontitis wird die Arthrose von den Wissenschaftlern heute nicht mehr als rein lokale Gelenkerkrankung betrachtet, sondern auch als Ausprägung einer Entzündungsreaktion gesehen. Das untermauert eine neue Studie von Professor Francis Berenbaum.

Darin stellt er fest, dass adipöse (=fettleibige) Patienten nicht nur ein erhöhtes Risiko für Kniegelenksarthrosen haben, sondern im Vergleich zur normalgewichtigen Bevölkerung auch ein doppelt so hohes Risiko für Arthrosen der Fingergelenke. Diese sind nicht mit dem Gewicht erklärbar.

Auch bei normalgewichtigen Patienten ließ sich nachweisen, dass der Körper insgesamt auf derartige Entzündungen reagiert. Die Bedeutung ihrer Forschungen sehen die französischen Forscher in der Tatsache, dass eine chronische systemische Entzündungsreaktion Folgen an anderen Organen nach sich ziehen könnte.

Ein Kandidat für solche Spätfolgen ist das Gehirn. Für viel Aufmerksamkeit haben Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Arthrose und Alzheimer-Erkrankung gesorgt. Nachweise gibt es zwar bisher nur bei Mäusen. Untersuchungen an Menschen dürften allerdings nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Die Untersuchungen laufen parallel zu Forschungen, bei denen Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Alzheimer untersucht werden. Bei Arthrose UND Parodontitis handelt es sich demnach um Entzündungen, die schwere Folgeschäden haben können.

Bei Parodontitis sehe ich den Vorteil, dass wir die Mechanismen bereits sehr gut kennen und daher bereits wirksame Behandlungsmöglichkeiten haben.

Eine Information zu den Zusammenhängen können Sie gerne bei uns anfordern – wir senden Ihnen diese kostenfrei zu.

Quelle

Teufelskreis Diabetes, Parodontitis, Alzheimer durchbrechen

Wer unter Parodontitis leidet, hat ein sechsfach höheres Risiko an Demenz oder Alzheimer zu erkranken, haben Forscher aktuell herausgefunden. Im Detail habe ich bereits darüber berichtet. Verwunderlich sind diese Zusammenhänge für mich nicht. Durch regen Austausch mit der Initiative für Alzheimer Forschung, die in unserem Praxisgebäude angesiedelt ist, sind auch weitere Verbindungen bereits bekannt. So gilt als gesichert, dass Diabetes die Entstehung einer Alzheimer-Erkrankung begünstigen kann. Und genauso erwiesen ist, dass Parodontitis und Zahnfleischentzündungen den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern negativ beeinflussen. Diabetes wiederum erhöht das Risiko für eine Parodontitis. Eine sichere Behandlung und frühe Diagnose von Entzündungen im Mundraum sollte somit zu jeder Vorsorge zählen, um einen solchen Teufelskreis zu durchbrechen.